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Theater ist bereits "sau gut"

06. Februar 2012

Wer aufhört, besser werden zu wollen, hat bereits aufgehört, gut zu sein. Dieses alte Unternehmerzitat nahm sich das Troschenreuther Mundarttheater zu Herzen und engagierte den professionellen Schauspieler, Regisseur und Intendanten Daniel Leistner für einen viertägigen Regie- und Schauspielworkshop. Daniel Leistner studierte Literatur- und Theaterwissenschaft, Germanistik, Komparatistik und Geschichte an der Universität Bayreuth und schloss eine Ausbildung im Studiengang Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Mainz an. Als Schauspieler und Regisseur wirkte er in verschiedenen freien Gruppen in Deutschland und Österreich mit, wie zum Beispiel am Schauspielhaus Nürnberg, am Wiener Unterhaltungs-Theater und als Leiter der Faust-Festspiele in Kronach. Er arbeitet zudem als Autor für Radio-Comedy, Hörbuch-Sprecher und Hörbuch-Regisseur, veröffentlichte Cartoons, Grafiken und Comics in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften sowie eigenständige Comic-Bücher.

Wer aufhört, besser werden zu wollen, hat bereits aufgehört, gut zu sein. Dieses alte Unternehmerzitat nahm sich das Troschenreuther Mundarttheater zu Herzen und engagierte den professionellen Schauspieler, Regisseur und Intendanten Daniel Leistner für einen viertägigen Regie- und Schauspielworkshop. Daniel Leistner studierte Literatur- und Theaterwissenschaft, Germanistik, Komparatistik und Geschichte an der Universität Bayreuth und schloss eine Ausbildung im Studiengang Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Mainz an. Als Schauspieler und Regisseur wirkte er in verschiedenen freien Gruppen in Deutschland und Österreich mit, wie zum Beispiel am Schauspielhaus Nürnberg, am Wiener Unterhaltungs-Theater und als Leiter der Faust-Festspiele in Kronach. Er arbeitet zudem als Autor für Radio-Comedy, Hörbuch-Sprecher und Hörbuch-Regisseur, veröffentlichte Cartoons, Grafiken und Comics in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften sowie eigenständige Comic-Bücher.



Das neue Stück des Troschenreuther Mundarttheaters, "Hände weg vom meinem Pelz", hat am 10. März in Troschenreuth Premiere. Die Proben laufen auf Hochtouren, dennoch nehmen sich Theatervorstand und Regisseur Wolfgang Hempfling, Assistentin Nadine Arnold und die Gruppe der Schauspieler vier Samstage Zeit, um sich Tips und Tricks vom Profi geben und zeigen zu lassen. Daniel Leistner zeigte sich überrascht vom hohen Niveau des Troschenreuther Esembles. Aber viele Dinge, die für einen Profischauspieler schon selbstverständlich seien, müsse sich ein Amateur erarbeiten. So müssten die Laien oft erst zur Aufgabe ihrer Zurückhaltung gebracht, Atem- und Sprechtechnik trainiert und die Körperhaltung wieder natürlicher werden. Leistner mache es dennoch viel Spaß, mit Amateurschauspielern zu arbeiten, denn diese brächten oft viel mehr Begeisterung und Engagement mit.

Zusammen mit den Schauspielern und dem Troschenreuther Regieduo arbeitete Leistner beim Workshop an Raumaufteilung auf der Bühne (wie steht man?), Gestik, Mimik und Sprache. "Fummeln an Kleinigkeiten" nannte es Leistner, denn das Stück sei schon "sau gut" und sehr witzig. Man merke den Troschenreuthern an, dass sie bereits viel Bühnenerfahrung haben, vor allem aber viel Freude und Spaß an der Schauspielerei.

Das Troschenreuther Mundarttheater investierte in den vergangenen Jahren bereits in einen Schminkkurs und einen Lehrgang für Improvisationstheater. Einige Schauspieler besuchten auch Kurse und Workshops für Regie und Schauspieltechnik des Amateurtheaterverbandes. Wolfgang Hempfling hob hervor, dass in der aktuellen Inszenierung drei jugendliche Schauspieler mitwirken, die aus der eigenen Jugendgruppe hervorgegangen sind. Schauspielerei fördere das Selbstbewußtsein, so Hempfling, was auch hilfreich fürs Leben sei.

Das neue Theaterstück spielt im angesehenen Pelzhandelshaus Knapp und Schick. In der turbulenten Verwechslungskomödie müssen Geliebte und Ehefrauen sortiert und voneinander getrennt werden und ständig ist zu wenig Damenbekleidung greifbar. Das Mundarttheater garniert die Komödie mit Musik, Gesang und Slapstik sowie einer Prise Erotik und Zweideutigkeiten. Premierentermin ist der 10. März 2012 um 19:30 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es am 16./17.März, 23. März, 30./31. März und am 8. April. Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 20. Februar in der Buchhandlung Wöckel-Löhr in Pegnitz sowie im Internet unter www.mundarttheater.de. Bereits am Samstag, 18. Februar sind ab 17:30 Uhr Karten im Gasthaus Zum Roten Ochsen in Troschenreuth ehältlich.

Gastwirt Robert Neukam, der den Theaterverein massiv unterstützt, bietet auf Vorbestellung drei exklusive Theatermenüs an. Bestelltelefonummer: 09241-2905.

Ausverkaufte Premiere beim Troschenreuther Mundarttheater: „Pension Schöller“ begeistert das Publikum

Mit einer gelungenen Mischung aus klassischer Vorlage und lokalen Anspielungen feierte das Troschenreuther Mundarttheater am vergangenen Wochenende Premiere. Vor voll besetztem Haus zeigte das Ensemble mit der Verwechslungskomödie „Pension Schöller“ einen Klassiker des Volkstheaters – und erntete dafür minutenlange Standing Ovations. Unter den Ehrengästen befanden sich Landrat Florian Wiedemann, Erster Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Pfarrer Norbert Förster und der Kulturbeauftragte Karl Lothes, die sich ebenso wie das Publikum von der spielfreudigen Truppe begeistern ließen.

Kinder kehren auf die Theaterbühne zurück

Mehrere Anläufe hatte es gebraucht, bis das Troschenreuther Mundarttheater sein letztes Stück „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“ wieder präsentieren konnte. Anfang 2020 gab es nach der Premiere noch zwei Vorstellungen, dann kam Corona und an Theater war nicht mehr zu denken. Sowohl 2021 als auch 2022 gab es Überlegungen und Anläufe, das Stück wieder aufzunehmen, aber die Sorge um die Gesundheit von Zuschauern und Mitwirkenden ließ es nicht zu.

Mundarttheater plant bereits neues Stück

Vor etwas mehr als zwanzig Jahre wurde der Verein Troschenreuther Mundarttheater e.V. gegründet. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Ensemble aber bereits seit sechs Jahren Theater. Trotz dieser langen Zeit ist das "TMT" aktiver und kreativer denn je. Das jedenfalls war das Fazit der Mitgliederversammlung des Vereins. Das Publikum honoriert das Engangement der Theatermacher um Vorstand Wolfgang Hempfling und so war das Stück "Urlaub, Liebe und Jeschäfte oder Willkommen im Roten Ochsen“, angelehnt an das berühmte "Weiße Rössel", eines der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte.

Mehr als 30 Akteure wirkten mit, erstmals wurde ein Stück mit Livemusik begleitet, die Sänger und Schauspieler um Kerstin Vogel und Rainer Erfurt erhielten Standing Ovations. Mit dabei die Sankt Martin Singers. Womit der Vorsitzende in seinem Bericht dann auch gleich den Bogen zum nächsten Tagesordungspunkt spannte, denn die Satzung des Vereins wurde geändert, um den Damen der rührigen Gruppe um Leiterin Kerstin Vogel eine organisatorische und vereinsrechtliche "Heimat" zu geben. Im Zuge dieser Änderung wurde die Satzung gleich auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung gebracht.

Finanziell ist das Mundarttheater solide aufgestellt. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden dabei aber gleich wieder in aktuelle Technik und Fortbildung der Schauspieler investiert. So wurden neue Mischpulte für Licht und Ton, sowie Verstärker, Lautsprecher und Mikrofone angeschafft, damit die Zuschauer die Darbietungen noch besser verfolgen und neue technische Möglichkeiten genutzt werden können. Als nächstes sollen die Umkleideräume saniert und erweitert werden.

TMT2019HV