Chaos am Hochzeitstag - Gelungene Premiere des Mundarttheaters
Tränen flossen zahlreich bei der Premiere des Troschenreuther Mundarttheaters im Saal des Gasthauses "Zum Roten Ochsen" in Troschenreuth, auf der Bühne und im Publikum. Auf der Bühne bei Braut Cindy, deren schönsten Tag von Minute in einer immer größeren Katastrophe zu enden droht, und im bis auf den letzten Platz prall gefüllten Saal, wo sich das Publikum bereits nach wenigen Minuten die Lachtränen aus den Augen wischte. 
Tränen flossen zahlreich bei der Premiere des Troschenreuther Mundarttheaters im Saal des Gasthauses "Zum Roten Ochsen" in Troschenreuth, auf der Bühne und im Publikum. Auf der Bühne bei Braut Cindy, deren schönsten Tag von Minute in einer immer größeren Katastrophe zu enden droht, und im bis auf den letzten Platz prall gefüllten Saal, wo sich das Publikum bereits nach wenigen Minuten die Lachtränen aus den Augen wischte. 
Sie hatte sich ihren "schönsten Tag" ganz anders vorgestellt: Braut Cindy (Karolin Buchfelder) wird von Carlo (Jan Madalsky) getröstet.
Bürgermeister Uwe Raab, sein Vorgänger Manfred Thümmler und zahlreiche Stadträte gehörten ebenfalls zu den Premierengästen und genossen den Abend sichtbar. Die Troschenreuther Theatergruppe um Wolfgang Hempfling verwandelte im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens die ehrwürdige englische Kömödie "Und das am Hochzeitsmorgen" radikal, straffte die Handlung und läßt so Witz um Witz fast wie ein Trommelfeuer auf das Publikum herabregnen.
Eigentlich könnte die Hochzeit der jungen Cindy endlich losgehen, doch Brautvater Klaus, ein ebenso erfolgreicher wie gestreßter Werbestratege, vergißt nicht nur, für die Mutter des zukünftigen Ehemanns ein Hotel zu buchen, sondern will noch schnell den neuesten Werbeauftrag unter Dach und Fach bringen. Wäre das nicht schon allein ein Rezept für chaotische Verhältnisse, kommt noch hinzu, dass plötzlich eine blutjunge Schönheit auftaucht, die das Familienoberhaupt ruckzuck um den Finger wickelt. Kompliziert wird dies durch die eher hinderliche Tatsache, dass sie außer Klaus niemand sehen kann.

Uwe Vogel spielt diesen Klaus Hauenstein mit Bravour. Er ist die Entdeckung des Troschenreuther Mundarttheaters, es ist erst seine zweite Rolle, und die hat es in sich. Keine fünf Minuten vergehen im ganzen Stück, ohne dass er auf der Bühne steht. Uwe Vogel ist ein Meister des urkomischen Gesichtsausdrucks, er kann sich zudem in Sekunden vom biederen Famiienvater zum gefeierten Musicalstar und zurück verwandeln. Bei der kleinsten Grimasse biegt sich das Publikum vor Lachen. Sein Geschäftspartner Carlo, gespielt von Jan Madalsky, ist ein waschechter Italiener samt dazugehörigen Akzent und zudem ein guter Freund des Hauses. Doch auch er kann das Verhängnis nicht mehr aufhalten. 
Melissa Heieis ist die rassige Schöne, die dem anfangs schüchternen Klaus so gnadenlos den Kopf verdreht, dass der bald selbst nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist. Seine Ehefrau, der es trotz des schockierenden Verhältnisses ihres Mannes noch gelingt, wenigstens ein wenig einen kühlen Kopf zu behalten, mimt Daniela Förster. Das Chaos strebt scheinbar unaufhaltsam einer Katastrophe entgegen, als dann noch die Mutter des Bräutigams, Mrs. Babcock aus Australien, auftaucht. Beate Neukam hat mit dieser Figur ihre Paraderolle gefunden. Die verzweifelte Braut wird durch Karolin Buchfelder gespielt. Als wäre das Durcheinander nicht schon groß genug, treten schließlich noch die Großeltern der Braut (Karin Wiesend und Manfred Popp) auf den Plan. Die umfangreiche Licht- und Tontechnik bedienten Andreas Sporrer und Tim Lange. Verantwortlich für Musik und Tanz ist Kerstin Vogel. 
Wolfgang Hempfling und Nadine Arnold führen Regie bei dieser Neuauflage eines Stücks, mit dem das Troschenreuther Mundarttheater schon 2001 große Erfolge feierte. Der professionelle Theaterschauspieler- und Regisseur Daniel Leistner von den Kronacher Faustfestspielen zeigte sich denn auch begeistert von Stück und Darstellern. Er unterstützte das Troschenreuther Amateurensemble auch dieses Jahr bei den Proben und brachte wertvolle Tips und Ideen ein. 
Weitere Aufführungen der sehenswerten Komödie gibt es an den Abenden 08/09. März, 15./16. März und 22./23. März 2013. Karten sind bei Bürobedarf Wöckel in Pegnitz erhältlich.
Restkarten sind für die Zusatzvorstellungen am 31.03. und 01.04.2013 noch erhältlich.
Fotos: Saß

Ausverkaufte Premiere beim Troschenreuther Mundarttheater: „Pension Schöller“ begeistert das Publikum
Mit einer gelungenen Mischung aus klassischer Vorlage und lokalen Anspielungen feierte das Troschenreuther Mundarttheater am vergangenen Wochenende Premiere. Vor voll besetztem Haus zeigte das Ensemble mit der Verwechslungskomödie „Pension Schöller“ einen Klassiker des Volkstheaters – und erntete dafür minutenlange Standing Ovations. Unter den Ehrengästen befanden sich Landrat Florian Wiedemann, Erster Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Pfarrer Norbert Förster und der Kulturbeauftragte Karl Lothes, die sich ebenso wie das Publikum von der spielfreudigen Truppe begeistern ließen.
Kinder kehren auf die Theaterbühne zurück

Mehrere Anläufe hatte es gebraucht, bis das Troschenreuther Mundarttheater sein letztes Stück „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“ wieder präsentieren konnte. Anfang 2020 gab es nach der Premiere noch zwei Vorstellungen, dann kam Corona und an Theater war nicht mehr zu denken. Sowohl 2021 als auch 2022 gab es Überlegungen und Anläufe, das Stück wieder aufzunehmen, aber die Sorge um die Gesundheit von Zuschauern und Mitwirkenden ließ es nicht zu.
Mundarttheater plant bereits neues Stück
Vor etwas mehr als zwanzig Jahre wurde der Verein Troschenreuther Mundarttheater e.V. gegründet. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Ensemble aber bereits seit sechs Jahren Theater. Trotz dieser langen Zeit ist das "TMT" aktiver und kreativer denn je. Das jedenfalls war das Fazit der Mitgliederversammlung des Vereins. Das Publikum honoriert das Engangement der Theatermacher um Vorstand Wolfgang Hempfling und so war das Stück "Urlaub, Liebe und Jeschäfte oder Willkommen im Roten Ochsen“, angelehnt an das berühmte "Weiße Rössel", eines der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte.
Mehr als 30 Akteure wirkten mit, erstmals wurde ein Stück mit Livemusik begleitet, die Sänger und Schauspieler um Kerstin Vogel und Rainer Erfurt erhielten Standing Ovations. Mit dabei die Sankt Martin Singers. Womit der Vorsitzende in seinem Bericht dann auch gleich den Bogen zum nächsten Tagesordungspunkt spannte, denn die Satzung des Vereins wurde geändert, um den Damen der rührigen Gruppe um Leiterin Kerstin Vogel eine organisatorische und vereinsrechtliche "Heimat" zu geben. Im Zuge dieser Änderung wurde die Satzung gleich auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung gebracht.
Finanziell ist das Mundarttheater solide aufgestellt. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden dabei aber gleich wieder in aktuelle Technik und Fortbildung der Schauspieler investiert. So wurden neue Mischpulte für Licht und Ton, sowie Verstärker, Lautsprecher und Mikrofone angeschafft, damit die Zuschauer die Darbietungen noch besser verfolgen und neue technische Möglichkeiten genutzt werden können. Als nächstes sollen die Umkleideräume saniert und erweitert werden.
