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Bewährte Kräfte führen Theater

07. Dezember 2015

DSCN8803Neue Gesichter wird es bei der neuen Produktion des Troschenreuther Mundarttheaters geben. Der Vorsitzende Wolfgang Hempfling freute sich bei der Mitgliederversammlung darüber, dass für das Stück "Charleys Tante", das ab Februar aufgeführt wird, junge Nachwuchsschauspieler gewonnen werden konnten.

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Neue Gesichter wird es bei der neuen Produktion des Troschenreuther Mundarttheaters geben. Der Vorsitzende Wolfgang Hempfling freute sich bei der Mitgliederversammlung darüber, dass für das Stück "Charleys Tante", das ab Februar aufgeführt wird, junge Nachwuchsschauspieler gewonnen werden konnten.

Der Vorsitzende des 72 Mitglieder starken Vereins berichtete von drei Fortbildungsfahrten, die unternommen wurden. Dabei ging es nach Verona, Schwäbisch Hall und Amsterdam. Theater gespielt wurde natürlich auch, insgesamt 19 Aufführungen von zwei Stücken standen auf dem Programm. Zwei Gastspiele einer befreundeten Theatergruppe fanden ebenfalls statt. Einen Großteil der Erlöse investierte der Theaterverein in neue Technik. So wurde eine neue Lichtanlage mit LED-Technik angeschafft, die bei höherer Lichtleistung nicht nur die Wärmebelastung für die Schauspieler, sondern auch den Stromverbrauch um 90 Prozent reduziert. Auch die Tontechnik wurde aufgerüstet. Der Internetauftritt wurde modernisiert und mit einem eigenen Ticketshop versehen, über den zukünftig online die Eintrittskarten gekauft werden können.

Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen. Erster Vorstand bleibt Wolfgang Hempfling, Uwe Vogel wurde zum zweiten Vorstand wieder gewählt. Als Kassenverwalterinnen fungieren weiterhin Nadine Arnold und Melissa Heieis. Schriftführerin ist auch zukünftig Melanie Gilch. Beisitzer sind Jan Madalsky, Helmut Dettenhöfer, Beate Neukam, Harald Saß, Karolin Buchfelder, Manfred Popp, Kerstin Vogel, Daniela Förster, Hans-Georg Hagen und Andreas Sporrer. Neu in das Beratergremium gewählt wurden als Jugendvertreter Roman Ramisch und Marco Bößl.

Ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum konnten drei Schauspieler feiern. Von der Arbeitsgemeinschaft der Mundarttheater in Franken wurden Kerstin Vogel und Andreas Sporrer mit Urkunden und Ehrennadeln für ihre Mitwirkung in mindestens zehn Theaterproduktionen. Heinz Rupprecht bekommt die Ehrung nachgereicht.

Die Mitglieder beschlossen, die Kindertagesstätte St. Martin mit einer Spende zu unterstützen. Eine Fortbildungsfahrt soll es auch nächstes Jahr wieder geben, hier wurde Wien als Ziel ins Auge gefasst. Für ein mögliches Gastspiel im Herbst wurde von den Mitgliedern wieder eine Komödie gewünscht. Im Januar ist ein Besuch einer Theateraufführung in Stadtsteinach geplant.

Ausverkaufte Premiere beim Troschenreuther Mundarttheater: „Pension Schöller“ begeistert das Publikum

Mit einer gelungenen Mischung aus klassischer Vorlage und lokalen Anspielungen feierte das Troschenreuther Mundarttheater am vergangenen Wochenende Premiere. Vor voll besetztem Haus zeigte das Ensemble mit der Verwechslungskomödie „Pension Schöller“ einen Klassiker des Volkstheaters – und erntete dafür minutenlange Standing Ovations. Unter den Ehrengästen befanden sich Landrat Florian Wiedemann, Erster Bürgermeister Wolfgang Nierhoff. Pfarrer Norbert Förster und der Kulturbeauftragte Karl Lothes, die sich ebenso wie das Publikum von der spielfreudigen Truppe begeistern ließen.

Kinder kehren auf die Theaterbühne zurück

Mehrere Anläufe hatte es gebraucht, bis das Troschenreuther Mundarttheater sein letztes Stück „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“ wieder präsentieren konnte. Anfang 2020 gab es nach der Premiere noch zwei Vorstellungen, dann kam Corona und an Theater war nicht mehr zu denken. Sowohl 2021 als auch 2022 gab es Überlegungen und Anläufe, das Stück wieder aufzunehmen, aber die Sorge um die Gesundheit von Zuschauern und Mitwirkenden ließ es nicht zu.

Mundarttheater plant bereits neues Stück

Vor etwas mehr als zwanzig Jahre wurde der Verein Troschenreuther Mundarttheater e.V. gegründet. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Ensemble aber bereits seit sechs Jahren Theater. Trotz dieser langen Zeit ist das "TMT" aktiver und kreativer denn je. Das jedenfalls war das Fazit der Mitgliederversammlung des Vereins. Das Publikum honoriert das Engangement der Theatermacher um Vorstand Wolfgang Hempfling und so war das Stück "Urlaub, Liebe und Jeschäfte oder Willkommen im Roten Ochsen“, angelehnt an das berühmte "Weiße Rössel", eines der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte.

Mehr als 30 Akteure wirkten mit, erstmals wurde ein Stück mit Livemusik begleitet, die Sänger und Schauspieler um Kerstin Vogel und Rainer Erfurt erhielten Standing Ovations. Mit dabei die Sankt Martin Singers. Womit der Vorsitzende in seinem Bericht dann auch gleich den Bogen zum nächsten Tagesordungspunkt spannte, denn die Satzung des Vereins wurde geändert, um den Damen der rührigen Gruppe um Leiterin Kerstin Vogel eine organisatorische und vereinsrechtliche "Heimat" zu geben. Im Zuge dieser Änderung wurde die Satzung gleich auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung gebracht.

Finanziell ist das Mundarttheater solide aufgestellt. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden dabei aber gleich wieder in aktuelle Technik und Fortbildung der Schauspieler investiert. So wurden neue Mischpulte für Licht und Ton, sowie Verstärker, Lautsprecher und Mikrofone angeschafft, damit die Zuschauer die Darbietungen noch besser verfolgen und neue technische Möglichkeiten genutzt werden können. Als nächstes sollen die Umkleideräume saniert und erweitert werden.

TMT2019HV