Johannisfeuer loderte über Troschenreuth
Ein wenig sorgenvoll blickte die Troschenreuther Jugend am Vormittag noch in den trüben Himmel. Zwar hatte der Regen aufgehört, angenehmes Feierwetter sah aber anders aus. Daher wurde noch ein weiteres Zelt aufgestellt und mit Heizpilzen versehen. Doch der Himmel klarte auf und die Sonne kam heraus. So konnten die dann auch zahlreich erschienenen Gäste im Freien das Flair des Johannisfeuers genießen.
Ein wenig sorgenvoll blickte die Troschenreuther Jugend am Vormittag noch in den trüben Himmel. Zwar hatte der Regen aufgehört, angenehmes Feierwetter sah aber anders aus. Daher wurde noch ein weiteres Zelt aufgestellt und mit Heizpilzen versehen. Doch der Himmel klarte auf und die Sonne kam heraus. So konnten die dann auch zahlreich erschienenen Gäste im Freien das Flair des Johannisfeuers genießen. Zurück am alten Festplatz beim Kalkofen konnte einerseits wieder ein größeres Feuer als in der Ortsmitte am Feuerwehrhaus errichtet werden, andererseits macht auch der Blick hinunter ins Dorf und in die Umgebung den Reiz des Troschenreuther Johannisfeuers aus.
Pfarrer Josef Hell erinnerte Johannes den Täufer, an dessen Geburtstag die katholische Kirche den Johannistag feiert. Zum anderen symbolisiere das Johannisfeuer auch die Sommersonnenwende. Pfarrer Hell gab den Kindern mit auf den Weg, dass in der Natur oftmals erst etwas vergehen muss, ehe etwas neues entstehen kann. So sprach Johannes der Täufer in Hinblick auf Jesus Christus "Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.". Nach dem Segen wurde das Feuer mit den Fackeln entzündet, mit denen die Kinder zuvor nach dem Abendgottesdienst von der Kirche zum Festplatz gezogen waren.
Derweil spielten im Festzelt "J.A.M.", die im Laufe des Abends von "Continental Breakfast" abgelöst wurden. Viele Gäste rückten auch ganz nah ans Feuer. Für das leibliche Wohl hatte die Jugend ebenfals gesorgt und auch im Barzelt herrschte beste Stimmung bis in die Morgenstunden. Einziger Wehmutstropfen war, dass es kein dunkles Bier aus den kleinen Privatbrauereien der Region gab.
Umsonst und draußen - für einen guten Zweck
Sonne, Kirwa, Küchla
Bei bestem Kirchweihwetter feierte Troschenreuth seine Sommerkirwa. Die heißt so, weil sich Troschenreuth gleich zwei Kirchweihfeste leistet. Zum einen das Fest zur Kirchenweihe im Juli und das Patronatsfest des Heiligen St. Martin im Herbst. Normalerweise wird auch der Troschenreuther "Mehrzweckbaum" über mehrere Jahre hinweg als Maibaum und Kirwabaum benutzt, aber nach der im letzten Jahr neu aufgestellte Baum ein paar Defizite beim geraden Wuchs aufwies, entschieden sich die Verantwortlichen der Siedlergemeinschaft Rote Erde und der Kirwajugend, heuer nochmal einen neuen Baum aufzustellen. Dies erledigten rund 20 starke Männer mittels sogenannter Schwalben mit reiner Muskelkraft. Da der große Baum an seinem Standort aber nicht für das Austanzen geeignet ist, stellte die Kirwajugend schon traditionell einen zweiten, kleineren Baum auf. Dieser wurde dann auch gleich von den Kindern belagert, konnten sie doch daran hochklettern und sich eine der frischen Laugenbrezen, die von einem Kranz baumelten, holen.