Viele Ideen für Troschenreuth
In der Öffentlichkeit tritt Unser Troschenreuth e.V. eher selten in Erscheinung, aber aus der Troschenreuther Vereinswelt ist der 2008 gegründete Verein nicht mehr wegzudenken. Dies wurde bei der gut besuchten Mitgliederversammlung im Gasthaus Zum Roten Ochsen deutlich. Auch einige Nichtmitglieder waren der Einladung gefolgt. Insgesamt hat der Verein 68 Mitglieder, acht neue Mitglieder konnten in den letzten beiden Jahren gewonnen werden. Unser Troschenreuth sieht sich als Bindeglied beziehungsweise Dienstleister für die Troschenreuther Bürger, Vereine und Gruppierungen.
In der Öffentlichkeit tritt Unser Troschenreuth e.V. eher selten in Erscheinung, aber aus der Troschenreuther Vereinswelt ist der 2008 gegründete Verein nicht mehr wegzudenken. Dies wurde bei der gut besuchten Mitgliederversammlung im Gasthaus Zum Roten Ochsen deutlich. Auch einige Nichtmitglieder waren der Einladung gefolgt. Insgesamt hat der Verein 68 Mitglieder, acht neue Mitglieder konnten in den letzten beiden Jahren gewonnen werden. Unser Troschenreuth sieht sich als Bindeglied beziehungsweise Dienstleister für die Troschenreuther Bürger, Vereine und Gruppierungen.
In dieser Funktion organisiert der Verein die Terminabstimmung und bringt den Vereinskalender mit allen Veranstaltungen heraus, zusätzlich bietet er mit der Internetseite Troschenreuth.de eine Plattform zur Information und Kommunikation an.
Eine von Unser Troschenreuth angestoßene Unterschriftenaktion zur Verbesserung der Verkehrssituation, der Unterhalt des Geo-Wanderwegs rund um das Dorf, Heizöl- Sammelbestellungen und die Unterstützung von Vereinen bei dringenden Anschaffungen waren weitere Themen und Projekte, mit denen sich die Vorstandschaft beschäftigte.
Um die Sicherheit im Ort zu erhöhen, finanzierte Unser Troschenreuth einen Verkehrsspiegel gegenüber der Kircheneinfahrt, der Bauhof der Stadt Pegnitz übernahm die fachgerechte Aufstellung. Knapp 7000 Euro investierte der Verein in zwei Begrüßungsanlagen an den Ortseingängen. Hier können alle Vereine und Gruppierungen ihre Veranstaltungen in einheitlicher und ansprechender Form präsentieren.
Fester Bestandteil im Vereinskalender und ein Paradebeispiel für die Zusammenarbeit der Troschenreuther Vereine ist das Kneipenfestival, das am 25. April 2015 wieder zahlreiche Besucher nach Troschenreuth locken wird.
Die Verbesserung des Aussichtspunktes des Wanderwegs ist ein Projekt, das Unser Troschenreuth angehen wird. Viele andere Punkte wurden von den Mitgliedern in einer lebhaften Diskussion eingebracht. So wurde es als wünschenswert bezeichnet, die markante Troschenreuther Kirche dauerhaft anzustrahlen. Dies geschieht derzeit nur zu Weihnachten. Zudem sind den Troschenreuthern die Plakate am unteren Bushäuschen ein Dorn im Auge. Hier soll die Möglichkeit einer festen Plakattafel geprüft werden.
Die Bewahrung der Geschichte des Dorfes ist ebenfalls ein Anliegen. In einem ersten Schritt sollen dazu die sogenannten Hausnamen gesammelt und deren Ursprünge erforscht werden. Die Verkehrssicherheit war ein weiteres großes Thema. Ein freundlicher Hinweis an die Autofahrer unter dem Begrüßungsschild wurde ebenso vorgeschlagen wie eine Versetzung des Ortsschildes bis zur Einfahrt zum Sportgelände. Hier war den Anwohnern auch das Parken auf dem Gehsteig bei Heimspielen ein Dorn im Auge. Der Fußballclub versprach, dies im Auge zu behalten.
Auf offene Ohren stieß der Vorschlag, für neue Bürger und andere Interessierte eine Willkommensbroschüre mit allen notwendigen Informationen zusammen zu stellen. Zurückgestellt wurde dagegen ein Antrag, die Sanierung der Kirche aus Vereinsmitteln finanziell zu unterstützen.
Jugend übernimmt Verantwortung bei Unser Troschenreuth
Der Verein Unser Troschenreuth e.V. wird wohl außerhalb des rührigen Ortes eher selten wahrgenommen und auch im Dorf selbst wirken die Mitglieder eher im Hintergrund. Dennoch ist er mit rund 100 Mitgliedern ein fester Bestandteil des dörflichen Lebens in Troschenreuth.
Der Verein hat sich unter anderem die Verschönerung des Ortsbildes und die Förderung der Kultur, des Brauchtums und des Gemeinschaftslebens in Troschenreuth auf die Fahnen geschrieben. Die Dorfjugend hat im Verein eine rechtliche Heimat gefunden. Der im Jahr 2010 eingerichtete Geo-Wanderweg rund um den Ort wurde mit Manpower und nicht unerheblichen finanziellen Mitteln instandgehalten. Jedes Jahr gibt der Verein einen Kalender für jeden Haushalt heraus, in dem die Termine des Ortes und andere relevante Informationen enthalten sind. Damit dies kostenfrei geschehen kann, unterstützen zahlreiche Gewerbetreibende des Projekt Jahr für Jahr, wofür sich der Vorsitzende des Vereins, Harald Saß, ausdrücklich bedankte. Tradition hatte auch das alljährliche Kneipenfestival in den Gaststätten und Vereinsheimen, bis die Pandemie auch dieses beliebte Event unmöglich machte.
Als weitere Daueraufgabe hat der Verein die Überprüfung und den Unterhalt der beiden Automatischen Externen Defibrillatoren (AED), die für die Bevölkerung im Notfall zugänglich an der Kirche und am Sportplatz vorgehalten werden. Hier fallen Kosten für Versicherungen, Verbrauchsmaterial und Wartungsverträge an. Auch in Troschenreuth sind Hausnamen bekannt und vor allem bei der älteren Generation noch immer in Gebrauch. Damit diese Tradition aber nicht in Vergessenheit gerät und weil bei vielen jüngeren Einwohnern zwar die Namen bekannt sind, nicht aber die Anwesen, von denen sie stammen, hatte es sich Unser Troschenreuth e.V. zur Aufgabe gemacht, die Hausnamen zu bewahren und vor allem sichtbar zu machen. Dazu wurden mit Unterstützung der Bevölkerung entsprechende Schilder an den Häusern angebracht. Für die leichtere Kommunikation im Ort wurden mehrere Gruppen auf verschiedenen Messenger-Diensten eröffnet, die gut angenommen wurden.
In der Vorstandschaft gab es bei den Neuwahlen einige Veränderungen. Im Amt bestätigt wurde der Erste Vorsitzende Harald Saß. Neue Zweite Vorsitzende ist nun Kerstin Lindner. Michaela Dürtler hat sich auch weiterhin bereit erklärt, das Amt der Ersten Kassiererin auszuüben. Als Stellvertreterin fungiert Jana Dettenhöfer. Zum Ersten Schriftführer wurde Roman Ramisch gewählt, ihm zur Seite steht Marius Uber. Kassenprüfer sind weiterhin Adolf Hofer und Marco Neubauer. Als Beisitzer wirken Hermann Maul, Wolfgang Hofmann, Marcel Oberst, Martin Dürtler, Michael Förster, Roland Laier, Christian Libor, Christoph Maul, Michael Wolf, Kilian Dettenhöfer, Werner Schmitt, Werner Wegner, Marco Bößl und Wilhelm Hartmann mit.
Der Vorsitzende bedankte sich bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Helmut Dettenhöfer, Sabine und Anton Deak sowie Uwe Vogel. Im Winterhalbjahr will der Verein das Interesse an einer Erste-Hilfe-Auffrischung für die Bevölkerung abfragen. Auch ist ein Ausflug angedacht. Wenn es die Virus-Situation zulässt, soll wieder ein Kneipenfestival steigen. Um die Überarbeitung und Ergänzung des Geo-Wanderwegs soll eine Arbeitsgruppe kümmern. Angeregt wurde auch, das Konzept „Troschenreuth Herzsicher“ mit einem zusätzlichen AED-Gerät bei der Feuerwehr zu vervollständigen. Vorschläge für weitere Projekte, die dem gesamten Dorf zugutekommen können, nimmt der Verein gerne entgegen.
Troschenreuth macht Hausnamen sichtbar
Lange bevor es Hausnummern und Grundbücher gab, entstanden aus der Notwendigkeit, einen Hof oder ein Haus eindeutig zu definieren, die in manchen Gegenden immer noch gebräuchlichen Hausnamen. Diese Namen bezeichneten aber nicht nur die Anwesen selbst, sondern auch deren Bewohner. Alle dort lebenden Familienmitglieder wurden ebenso mit diesem Namen belegt, der sich über Generationen hinweg vererbte. Der Hausname wurde meist dem Vornamen vorangestellt. Oftmals wurden verheiratete und ausgezogene Töchter und Söhne auch weiterhin mit den Hausnamen beschrieben, auch wenn sie gar nicht mehr im Haus oder gar im Dorf wohnten.

Auch in Troschenreuth sind Hausnamen bekannt und vor allem bei der älteren Generation noch immer in Gebrauch. Damit diese Tradition aber nicht in Vergessenheit gerät und weil bei vielen jüngeren Einwohnern zwar die Namen bekannt sind, nicht aber die Anwesen, von denen sie stammen, haben es sich Sabine Deak und Marianne Lindner vom Verein Unser Troschenreuth e.V. zur Aufgabe gemacht, die Hausnamen zu bewahren und vor allem sichtbar zu machen. Von einstmals über hundert Hausnamen konnten 69 sicher identifiziert und den Häusern zugeordnet werden. Damit Bewohner und Gäste nun schnell erkennen können, ob ein Haus einen Hausnamen trägt, wurden Schilder angefertigt, die diesen zukünftig für alle sichtbar machen. Doch bis es soweit war, mussten die beiden Damen Überzeugungsarbeit leisten. Sie besuchten die Bewohner zuhause und stellten das Projekt vor. Schließlich beteiligten sich 42 Hauseigentümer an der Aktion. Nun stellten Sabine Deak und Marianne Lindner, auch "Hausbirkls Marianne" genannt, zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Harald Saß, die Schilder der Öffentlichkeit vor. In den nächsten Tagen werden sie verteilt. Vielleicht hängen sie zum Kirchenjubiläum im Juli bereits an den Häusern, hofft Marianne Lindner.
Mit bewährter Vorstandschaft für Troschenreuth in die Zukunft
Ursprünglich zur Vorbereitung und Durchführung der 950-Jahr-Feier gegründet, entwickelte sich Unser Troschenreuth e.V. zu einem nicht mehr wegzudenkenden Faktor im Dorf. Dies wurde an der gut besuchten Mitgliederversammlung im Gasthaus Zum Roten Ochsen deutlich. Der Verein, der sich unter anderem die Verschönerung des Ortsbildes und die Förderung der Kultur, des Brauchtums und des Gemeinschaftslebens in Troschenreuth auf die Fahnen geschrieben hat, zählt im neunten Jahr des Bestehens 70 Mitglieder, das neueste Mitglied konnte an der Versammlung aufgenommen werden.