Holz gewinnt zunehmend an Bedeutung
Werner Groher berichtete von ca. 253 Raummeter Dürr- und Bruchholz. Er bemängelte die schwache Teilnehmerzahl bei den Arbeitseinsätzen, zuletzt waren nur 3 Helfer gekommen. Wegen Borkenkäferbefall mussten durch die Forstbetriebsgemeinschaft 75 m³ Holz eingeschlagen und verkauft werden. Auch dieses Jahr muss weiterer Baumbestand wegen akuter Käfergefährdung gefällt werden, die Arbeiten haben bereits begonnen, konnten jedoch wegen des starken Schneefalls nicht fortgeführt werden.
War bisher die Betreuung durch die Forstbetriebsgesellschaft kostenlos, so muss seit 2005 eine jährliche Gebühr von z.Zt. 302 Euro bezahlt werden, gab Forstamtmann Deinzer bekannt. Die Beratung durch die Forstbehörde sei aber weiterhin kostenfrei. Zuschüsse für Neu- und Wiederaufforstung gebe es nur so lange, wie die Mittel reichen, so Deinzer. Im Wald gelte dies allerdings nur für Laubbäume, landwirtschaftlich genutzte Flächen könnten für Laub- und Nadelhölzern bezuschusst werden. In einem Diavortrag ging Deinzer anschließend auf die Gefahren ein, die bei der Waldarbeit lauern. Er appellierte an die Nutzungsrechtler, nur mit der notwendigen Ausrüstung Waldarbeiten durchzuführen.
Alfons Wolf wies auf die Schäden am Forstweg zur Dicken Eiche hin, die durch schwere Lastwagen des Staatsforstes entstünden, die über diesen gemeindlichen Feldweg abewickelt werden. Deinzer verwies hier an die Stadt Pegnitz als Eigentümer des Weges.
Am 02.03.2006 findet um 19:30 Uhr im Pegnitzer Rathaus eine Informationsveranstaltung zum Thema Ablösung von Nutzungsrechten statt. Baudirektor Will vom Amt für ländliche Entwicklung in Bamberg referiert über dieses auch für die Nutzungsrechtler interessante Thema.
Vereinskalender für das Jahr 2025 ist online
Der Vereinskalender für das Jahr 2025 ist online abrufbar. Der Kalender ist zur Zeit im Druck und wird nach Fertigstellung an die Haushalte ausgeliefert. Falls noch Exemplare benötigt werden, bitte melden. Unser Troschenreuth bedankt sich bei den Inserenten für die Unterstützung und bittet die Bürger, diese Firmen bevorzugt zu berücksichtigen.
Ende einer Tradition?

Hat sich die Tradition des Walperns in Troschenreuth während Corona totgelaufen? Oder lag es daran, dass die Jugendlichen an einem Samstag etwas anderes vor hatten? Jedenfalls wechselten kaum Gegenstände in der Nacht zum Maifeiertag ihren Standort, lediglich ein paar Sitzbänke, Vogelhäuschen und ein Anhänger durften kurze Zeit eine neue Umgebung genießen. Beschädigungen waren keine sichtbar. Während die einen Troschenreuther Ihre Grundstücke sicherten und alles bewegliche verräumten, boten sich auf anderen Anwesen doch zahlreiche Möglichkeiten, die jedoch nicht genutzt wurden.
Jugend übernimmt Verantwortung bei Unser Troschenreuth
Der Verein Unser Troschenreuth e.V. wird wohl außerhalb des rührigen Ortes eher selten wahrgenommen und auch im Dorf selbst wirken die Mitglieder eher im Hintergrund. Dennoch ist er mit rund 100 Mitgliedern ein fester Bestandteil des dörflichen Lebens in Troschenreuth.
Der Verein hat sich unter anderem die Verschönerung des Ortsbildes und die Förderung der Kultur, des Brauchtums und des Gemeinschaftslebens in Troschenreuth auf die Fahnen geschrieben. Die Dorfjugend hat im Verein eine rechtliche Heimat gefunden. Der im Jahr 2010 eingerichtete Geo-Wanderweg rund um den Ort wurde mit Manpower und nicht unerheblichen finanziellen Mitteln instandgehalten. Jedes Jahr gibt der Verein einen Kalender für jeden Haushalt heraus, in dem die Termine des Ortes und andere relevante Informationen enthalten sind. Damit dies kostenfrei geschehen kann, unterstützen zahlreiche Gewerbetreibende des Projekt Jahr für Jahr, wofür sich der Vorsitzende des Vereins, Harald Saß, ausdrücklich bedankte. Tradition hatte auch das alljährliche Kneipenfestival in den Gaststätten und Vereinsheimen, bis die Pandemie auch dieses beliebte Event unmöglich machte.
Als weitere Daueraufgabe hat der Verein die Überprüfung und den Unterhalt der beiden Automatischen Externen Defibrillatoren (AED), die für die Bevölkerung im Notfall zugänglich an der Kirche und am Sportplatz vorgehalten werden. Hier fallen Kosten für Versicherungen, Verbrauchsmaterial und Wartungsverträge an. Auch in Troschenreuth sind Hausnamen bekannt und vor allem bei der älteren Generation noch immer in Gebrauch. Damit diese Tradition aber nicht in Vergessenheit gerät und weil bei vielen jüngeren Einwohnern zwar die Namen bekannt sind, nicht aber die Anwesen, von denen sie stammen, hatte es sich Unser Troschenreuth e.V. zur Aufgabe gemacht, die Hausnamen zu bewahren und vor allem sichtbar zu machen. Dazu wurden mit Unterstützung der Bevölkerung entsprechende Schilder an den Häusern angebracht. Für die leichtere Kommunikation im Ort wurden mehrere Gruppen auf verschiedenen Messenger-Diensten eröffnet, die gut angenommen wurden.
In der Vorstandschaft gab es bei den Neuwahlen einige Veränderungen. Im Amt bestätigt wurde der Erste Vorsitzende Harald Saß. Neue Zweite Vorsitzende ist nun Kerstin Lindner. Michaela Dürtler hat sich auch weiterhin bereit erklärt, das Amt der Ersten Kassiererin auszuüben. Als Stellvertreterin fungiert Jana Dettenhöfer. Zum Ersten Schriftführer wurde Roman Ramisch gewählt, ihm zur Seite steht Marius Uber. Kassenprüfer sind weiterhin Adolf Hofer und Marco Neubauer. Als Beisitzer wirken Hermann Maul, Wolfgang Hofmann, Marcel Oberst, Martin Dürtler, Michael Förster, Roland Laier, Christian Libor, Christoph Maul, Michael Wolf, Kilian Dettenhöfer, Werner Schmitt, Werner Wegner, Marco Bößl und Wilhelm Hartmann mit.
Der Vorsitzende bedankte sich bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Helmut Dettenhöfer, Sabine und Anton Deak sowie Uwe Vogel. Im Winterhalbjahr will der Verein das Interesse an einer Erste-Hilfe-Auffrischung für die Bevölkerung abfragen. Auch ist ein Ausflug angedacht. Wenn es die Virus-Situation zulässt, soll wieder ein Kneipenfestival steigen. Um die Überarbeitung und Ergänzung des Geo-Wanderwegs soll eine Arbeitsgruppe kümmern. Angeregt wurde auch, das Konzept „Troschenreuth Herzsicher“ mit einem zusätzlichen AED-Gerät bei der Feuerwehr zu vervollständigen. Vorschläge für weitere Projekte, die dem gesamten Dorf zugutekommen können, nimmt der Verein gerne entgegen.