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Rauch in Schreinerei: Geheime Übung der Feuerwehren

27. Januar 2006
TROSCHENREUTH (be) — Auf 18.37 Uhr war die geheime Feuerwehrübung terminiert. Simuliert wurde eine Verpuffung mit starkem Rauch in der Werkstatt der Schreinerei Wolf mit sieben Vermissten.
TROSCHENREUTH (be) — Auf 18.37 Uhr war die geheime Feuerwehrübung terminiert. Simuliert wurde eine Verpuffung mit starkem Rauch in der Werkstatt der Schreinerei Wolf mit sieben Vermissten.

Anton Wolf, der selbst Zweiter Vorsitzender der örtlichen Wehr ist, stellte dafür gerne seinen Betrieb zur Verfügung. Am Ort des Geschehens waren zuerst die Kräfte der örtlichen Feuerwehr, die trotz Fehlens der Führungskräfte ihr Möglichstes gaben.

Dort wurde der Pegnitzer Feuerwehrkommandant Werner Schiller gebeten, nach dem Eintreffen der Pegnitzer Wehr die Einsatzleitung zu übernehmen. Es kamen Brandschützer von Pegnitz, Bronn und Auerbach mit insgesamt etwa 40 Kameraden zum Übungsort. Auf Grund der starken Verrauchung waren viele Atemschutzträger im Einsatz.

Michael Schindler ist Beschäftigter bei der Schreinerei Wolf und als Zweiter Atemschutzgerätewart Mitglied bei der Pegnitzer Wehr. Er führte ein minutiöses Einsatzprotokoll. Die Plus- und Minuspunkte verhielten sich seiner Meinung nach „50:50“.

Die Auerbacher Wehr wurde von den Pegnitzern angefordert, um die Zusammenarbeit zu testen. Schiller: „Eine Übung ist dazu da, die Fehler festzustellen. Die unausweichliche Manöverkritik wird hinter verschlossenen Türen stattfinden. Ich hoffe, dass die entstandenen Fehler erkannt werden und nicht mehr vorkommen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feuerwehrübung in Troschenreuth: Diese „Verletzten“ lagen ziemlich lange, bevor sich jemand um sie kümmerte oder sie wenigstens zudeckte. Foto: Böhm

   © NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

 

 

 

Feuerwehr steigt in neue Liga auf

Mit der feierlichen Einweihung einer neuen Fahrzeughalle und der Segnung einer wichtigen Ausstattungskomponente setzte die Freiwillige Feuerwehr Troschenreuth ein starkes Zeichen für ihre Zukunft und ihre herausragende Einsatzbereitschaft. Der Festgottesdienst und der anschließende Festakt in der frisch eingeweihten Halle versammelten zahlreiche Feuerwehrabordnungen aus der Region, die gemeinsam mit prominenten Gästen aus Politik und Feuerwehr die Bedeutung dieses Ereignisses würdigten. Unter den Gratulanten befanden sich der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Wolfgang Nierhoff, der Landrat des Landkreises Bayreuth, Florian Wiedemann, sowie der Landtagsabgeordnete Franc Dierl. Matthias Ott vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren hob die Bedeutung der neuen Einsatzkomponente "Ölwehrpaket" hervor. Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Führungskräfte der Feuerwehr durch Kreisbrandrat Hermann Schreck.

Sehr aktives Jahr für die Feuerwehr

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth blickte der Erste Vorsitzende, Michael Wolf, auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Ein zentrales Projekt war der Anbau einer Fahrzeughalle, der die Vorstandschaft intensiv beschäftigte. Durch zahlreiche Arbeitsdienste und unkomplizierte Abstimmungen – auch digital – konnte das Projekt erfolgreich vorangetrieben werden. Besonders erfreulich war der Nettozuwachs auf 239 Mitglieder, wobei der Anstieg von 14 Kindern und Jugendlichen als eine der wichtigsten Errungenschaften für die Zukunft hervorgehoben wurde.

Startschuss für Großprojekt gegeben

"Wenn es einer schafft, dann Ihr!" bescheinigte der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Wolfgang Nierhoff, dem Förderverein der Feuerwehr Troschenreuth und den Aktiven der Wehr anlässlich des symbolischen Spatenstichs für den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses in Troschenreuth. Mit dieser Überzeugung des Bürgermeisters im Rücken haben die Troschenreuther den Bau einer Fahrzeughalle begonnen. Bauherr ist nicht die Stadt Pegnitz, sondern der Förderverein selbst. Dies mache zwar manche Verhandlungen einfacher, aber auch manches schwieriger, so der Vorsitzende des Fördervereins, Marco Neubauer in seiner Ansprache zu Beginn der Veranstaltung, zu der neben Landrat Florian Wiedemann und Bürgermeister Wolfgang Nierhoff zahlreiche Stadträte der Pegnitzer Gemeinschaft, der SPD und der CSU gekommen waren. Auch Vertreter der ausführenden Unternehmen, der Feuerwehrführung von Stadt und Landkreis sowie natürlich die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr waren zu dem kleinen Festakt geladen. Pfarrer Norbert Förster segnete die Baustelle und betete für alle Helfer und Mitwirkende.