Troschenreuther Mundarttheater weiter erfolgreich - Kindertheater in Planung
Einen besonderen Stellenwert nahm dabei das Kindertheaterstück „Hakuna Matata“ im Jahr 2024 ein. Mit mehr als 30 beteiligten Kindern sei es die bislang aufwändigste Produktion in der Vereinsgeschichte gewesen. Sämtliche Kostüme wurden in Eigenleistung gefertigt, die Bühne in eine detailreiche Steppenlandschaft verwandelt und auch Maske sowie Ausstattung der jungen Darsteller mit großem Aufwand umgesetzt. Aufgrund der hohen Nachfrage mussten zusätzliche Vorstellungen angesetzt werden.
Auch die weiteren Produktionen stießen auf großes Interesse. 2025 gastierte das Ensemble Baumann/Eller/Michl mit dem Stück „Loss die Sunna rei!“ in Troschenreuth. Ebenfalls sehr erfolgreich verlief die Aufführung des modernen Theaterstücks „Das perfekte Geheimnis“, das beim Publikum äußerst gut ankam und vielfach sogar mit den Worten „besser als der Film“ gelobt wurde. Mit der Komödie „Pension Schöller“ entschied sich das Mundarttheater 2026 für einen Wechsel in ein anderes Genre. Rund 2000 Besucher verfolgten die Aufführungen, das Echo sei laut Hempfling überwältigend gewesen.
Neben den Produktionen investierte der Verein auch in die Infrastruktur. Ehemalige Gästezimmer wurden zu Umkleideräumen, Garderoben und einem Requisitenlager umgebaut. Zudem wurde ein neues Ticketsystem eingeführt, über das mittlerweile der Großteil der Eintrittskarten online verkauft wird. Kassiererin Melissa Heieis berichtete, dass der Verein trotz hoher Investitionen und steigender Produktionskosten weiterhin wirtschaftlich gesund aufgestellt sei.
Bei den anschließenden Neuwahlen wurden zahlreiche Amtsinhaber bestätigt. Zum ersten Vorsitzenden wurde erneut Wolfgang Hempfling gewählt, zweite Vorsitzende bleibt Daniela Förster. Melissa Heieis wurde als erste Kassiererin bestätigt, ebenso Marcel Oberst als zweiter Kassier. Tina Laier bleibt erste Schriftführerin, das Amt der zweiten Schriftführerin übernimmt künftig Kerstin Lindner. Als Beisitzer gehören dem Vorstand weiterhin Andreas Sporrer, Hans-Georg Hagen, David Förster, Helmut Dettenhöfer, Melanie Gilch, Jan Madalsky, Carina Gilch, Johanna Lehner, Rainer Erfurt, Corinna Budek, Beate Neukam, Jana Dettenhöfer und Harald Saß an. Zu Kassenprüfern wurden Natalie Hempfling und Margit Madalsky gewählt.
Daniela Förster gab zudem einen Ausblick auf die kommenden Monate. Für September 2026 ist eine eintägige Fortbildungsfahrt geplant. Außerdem befindet sich bereits ein neues Kindertheaterstück für den Herbst 2026 in Vorbereitung, möglicherweise in Verbindung mit einem Ferienprogramm.
Intensiv diskutiert wurde außerdem die Ausrichtung der Produktion für das Jahr 2027. Die Vorschläge reichten von einer Neuauflage früherer Erfolgsstücke über ein Kriminalstück bis hin zu modernen Werken großer Theaterbühnen. Dabei gingen die Meinungen auseinander, ob das Publikum eher klassische Komödien mit viel Humor oder anspruchsvollere, dennoch unterhaltsame Stücke bevorzugt. Wolfgang Hempfling kündigte an, weitere Stücke zu sichten und diese im Laufe des Jahres den Schauspielern vorzustellen.
Kinder kehren auf die Theaterbühne zurück

Mehrere Anläufe hatte es gebraucht, bis das Troschenreuther Mundarttheater sein letztes Stück „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“ wieder präsentieren konnte. Anfang 2020 gab es nach der Premiere noch zwei Vorstellungen, dann kam Corona und an Theater war nicht mehr zu denken. Sowohl 2021 als auch 2022 gab es Überlegungen und Anläufe, das Stück wieder aufzunehmen, aber die Sorge um die Gesundheit von Zuschauern und Mitwirkenden ließ es nicht zu.
Mundarttheater plant bereits neues Stück
Vor etwas mehr als zwanzig Jahre wurde der Verein Troschenreuther Mundarttheater e.V. gegründet. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Ensemble aber bereits seit sechs Jahren Theater. Trotz dieser langen Zeit ist das "TMT" aktiver und kreativer denn je. Das jedenfalls war das Fazit der Mitgliederversammlung des Vereins. Das Publikum honoriert das Engangement der Theatermacher um Vorstand Wolfgang Hempfling und so war das Stück "Urlaub, Liebe und Jeschäfte oder Willkommen im Roten Ochsen“, angelehnt an das berühmte "Weiße Rössel", eines der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte.
Mehr als 30 Akteure wirkten mit, erstmals wurde ein Stück mit Livemusik begleitet, die Sänger und Schauspieler um Kerstin Vogel und Rainer Erfurt erhielten Standing Ovations. Mit dabei die Sankt Martin Singers. Womit der Vorsitzende in seinem Bericht dann auch gleich den Bogen zum nächsten Tagesordungspunkt spannte, denn die Satzung des Vereins wurde geändert, um den Damen der rührigen Gruppe um Leiterin Kerstin Vogel eine organisatorische und vereinsrechtliche "Heimat" zu geben. Im Zuge dieser Änderung wurde die Satzung gleich auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung gebracht.
Finanziell ist das Mundarttheater solide aufgestellt. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden dabei aber gleich wieder in aktuelle Technik und Fortbildung der Schauspieler investiert. So wurden neue Mischpulte für Licht und Ton, sowie Verstärker, Lautsprecher und Mikrofone angeschafft, damit die Zuschauer die Darbietungen noch besser verfolgen und neue technische Möglichkeiten genutzt werden können. Als nächstes sollen die Umkleideräume saniert und erweitert werden.

Frauenpower beim Troschenreuther Mundarttheater
Das Troschenreuther Mundarttheater hat eine neue Zeite Vorsitzende. Bei der Mitgliederversammlung des Vereins wurde Daniela Förster einstimmig in das Vorstandsamt gewählt. Sie übernimmt von Uwe Vogel. Erster Vorsitzender bleibt weiterhin Wolfgang Hempfling, ebenso wie die beiden Kassenverwalterinnen Nadine Arnold und Melissa Heies. Schriftführerin Melanie Gilch vervollständigt die Führungsriege des Theatervereins. Als Beisitzer im Vorstand fungieren zukünftig Jan Madalsky, Manfred Popp, Kerstin Vogel, Andreas Sporrer, Hans-Georg Hagen, Marco Bößl, Karolin Buchfelder, Tina Laier, Beate Neukam, Harald Saß und Helmut Dettenhöfer.
