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Damen regieren beim Zimmerstutzenverein

08. Juli 2024
Gespannt warten die Schützinnen und Schützen im Rahmen der Schützenkirwa in Troschenreuth auf die Proklamation der Schützenkönige und Vereinsmeister. Den Jugendpokal gewann Maximilian Pleisteiner. Vereinsmeister der Schülerklasse (Lichtgewehr) wurde Frida Dettenhöfer. Jugend-Vereinsmeisterin darf sich nun Sophie Buchfelder. Bei den erwachsenen Schützen gewann Katharina Libor den Schützenpokal. Vereinsmeister der Senioren (aufgelegt) wurde Uwe Krüger. Meister der passiven Schützen darf sich Tobias Dettenhöfer nennen. In der Klasse der aktiven Schützen traf Jana Dettenhöfer am genauesten. Vereinsmeister der Pistolenschützen wurde Armin Schmidbauer. Insgesamt nahmen 59 Schützen an der Vereinsmeisterschaft teil, darunter 18 Schüler und Jugendliche. Geschossen wurde in den Disziplinen Lichtgewehr, Luftgewehr und Pistole.
Die beste Schützin bei der Vereinsmeisterschaft der Jugend, Sophia Buchfelder, wurde dann auch Jugendkönigin. Werner Lehner zielte bei den Pistolenschützen, die ihre Schüsse direkt auf die Königsscheibe abgeben, am genauesten und wurde Schützenkönig Pistole. Neue Schützenkönigin des Zimmerstutzenvereins Troschenreuth wurde Michaela Forsmann. Der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Wolfgang Nierhoff, gratulierte allen erfolgreichen Schützen und übergab die Pokale und Schützenscheiben. Im Rahmen der Siegerehrung wurden auch die Urkunden für die erfolgreichen Teilnehmer der Gaumeisterschaft im Schützengau Pegnitzgrund überreicht. Dabei wurden Sina Brendel und Paula Dettenhöfer in ihren Disziplinen Gausiegerinnen. Ebenfalls hervorragende Platzierungen belegten David Sebald, Amelie Lehner, Maximilian Pleisteiner, Bastian Buchfelder, Michaela Forsmann, Marco Bößl und Werner Wegner in unterschiedlichen Disziplinen und Altersklassen.

Böllerschützen werben um Nachwuchs

Der Zimmerstutzenverein Troschenreuth lud zu einer Infoveranstaltung rund um das Böllerschießen ins Schützenheim ein. Rund 20 Interessierte folgten der Einladung. Weniger als erhofft, dafür mit einem bemerkenswerten Trend: Auffällig viele Frauen nutzten die Gelegenheit, sich über das traditionsreiche Brauchtum zu informieren. Die aktiven Böllerschützen des Vereins standen für Fragen bereit. Die Besucher konnten verschiedene Böllergeräte aus nächster Nähe betrachten und sogar selbst in die Hand nehmen. Dabei sorgte insbesondere ein imposanter Standböller mit 90 Millimeter Bohrung, ausgelegt für bis zu 400 Gramm Böllerpulver, für staunende Gesichter. Ebenso überraschend für viele Gäste war die Bedeutung der heiligen Barbara als Schutzpatronin. Ein Aspekt, der die tief verwurzelte Tradition des Böllerschießens unterstreicht.

Lautstark ins neue Jahr gestartet

Mit einem lautstarken und traditionsreichen Brauch hat Troschenreuth das neue Jahr begrüßt. Wie in jedem Jahr trafen sich am Neujahrstag zahlreiche Einwohner und Gäste am Dorfbrunnen, um sich gegenseitig die besten Wünsche für das kommende Jahr zu übermitteln. Nach altem Volksglauben sollen die kraftvollen Schüsse der Böller böse Geister vertreiben und so für einen guten Start ins neue Jahr sorgen. Begleitet von den Klängen der Feuerwehrkapelle Troschenreuth formierte sich ein Fackelzug am Schützenheim, der feierlich zum Dorfbrunnen zog. Ein erfreulich großer Anteil der Jugend des Vereins marschierte mit – ein deutliches Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit und die lebendige Vereinskultur in Troschenreuth.

Schützen feiern Jubiläum

Vor 40 Jahren entstand aus einem Wirtshausgespräch heraus die Idee, in Troschenreuth wieder einen Schützenverein zu gründen. Die Welt, die die Erste Schützenmeisterin des Zimmerstutzenvereins Troschenreuth, Jana Dettenhöfer, in ihrer Festansprache beschrieb, war damals noch eine andere. Mit Wählscheiben-Telefon an der Wand, vollen Gasthäusern und einem Opel Kadett vor dem Haus. Seitdem hat sich viel verändert, aber der Zimmerstutzenverein Troschenreuth blieb seinen Traditionen treu. Auch wenn die junge, neue Vereinschefin behutsam neue Wege geht und Veränderungen einstreut.