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Lautstark ins neue Jahr gestartet

02. Januar 2026

Mit einem lautstarken und traditionsreichen Brauch hat Troschenreuth das neue Jahr begrüßt. Wie in jedem Jahr trafen sich am Neujahrstag zahlreiche Einwohner und Gäste am Dorfbrunnen, um sich gegenseitig die besten Wünsche für das kommende Jahr zu übermitteln. Nach altem Volksglauben sollen die kraftvollen Schüsse der Böller böse Geister vertreiben und so für einen guten Start ins neue Jahr sorgen. Begleitet von den Klängen der Feuerwehrkapelle Troschenreuth formierte sich ein Fackelzug am Schützenheim, der feierlich zum Dorfbrunnen zog. Ein erfreulich großer Anteil der Jugend des Vereins marschierte mit – ein deutliches Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit und die lebendige Vereinskultur in Troschenreuth.

Am Brunnen angekommen, demonstrierten die Böllerschützen unter der souveränen Leitung von Böllerkommandant Ludwig Götz ihr Können. Präzise abgegebene Einzel- und Reihenschüsse sowie Doppelschläge und ein abschließender Salut zeugten von der geübten Hand und dem perfekten Timing der Schützen. Götz zeigte sich erfreut über die rege Teilnahme der Troschenreuther und ihrer Gäste. Diese konnten sich während der stimmungsvollen Veranstaltung mit Plätzchen und Getränken stärken und so den Gemeinschaftsmoment genießen. 

Das Böllerschießen ist ein Jahrhunderte alter Brauch, der in Franken und Bayern liebevoll gepflegt wird. Ursprünglich diente es dazu, besondere Anlässe zu feiern oder – dem Glauben nach – Unheil abzuwehren. Heute ist es vor allem ein Ausdruck von Heimatverbundenheit und gelebter Tradition. Die Ausübung erfordert dabei stets höchste Sorgfalt: Die Schützen absolvieren spezielle Lehrgänge, und die verwendeten Böller unterliegen strengen technischen Prüfungen. 

Die Freiwillige Feuerwehr sicherte die Veranstaltung ab mit zahlreihen und lobte das Verhalten der Autofahrer, die Verständnis für die kurzzeitigen Verkehrbehinderungen hatten. 

Kaiser, Könige und das Ende einer Ära

Der Zimmerstutzenverein Troschenreuth hat in den vergangenen Jahren viel Zeit und Geld in die sportliche Infrastruktur investiert. Dabei stellte sich heraus, dass sich eine dieser Investitionen für den Verein besonders auszahlt. Durch die Einrichtung von Lichtgewehr-Schießständen war es möglich, auch jüngeren Kindern und Jugendlichen ein Sportangebot zu machen. Diese nahmen und nehmen das Angebot auch an und so freute sich Schützenmeister Werner Wegner auch besonders über 8 Schüler unter den 16 Neueintritten, die der Schützenverein im vergangenen Jahr registrieren konnte.

Krachender Auftakt des Jubiläumsjahres

Es ist eine beliebte Tradition in Troschenreuth, sich am Neujahrstag am Dorfbrunnen zu treffen und sich gegenseitig ein frohes und gesundes neues Jahr zu wünschen. Der Zimmerstutzenverein Troschenreuth lädt mit seiner Böllergruppe zum Neujahresböllern ein, um böse Geister aus dem Ort zu vertreiben, wie es alte Sagen überliefern. Begleitet von der Feuerwehrkapelle Troschenreuth zogen die Böllerschützen in einem Fackelzug vom Schützenheim zum Dorfbrunnen, wo sie dann unter Leitung von Böllerkommandant Ludwig Götz in Einzel und Reihenfeuer und per Doppelschlag ihr Können bewiesen. Auch beim abschließenden Salut funktionierte das Timing der Schützen. Der Böllerkommandant freute sich, dass wieder viele Troschenreuther und Gäste gekommen waren. Diese konnten sich während der Veranstaltung an Plätzchen und Getränken stärken. Das Neujahresschießen markierte auch den Auftakt zum Jubiläumsjahr des Zimmerstutzenvereins, der sich 1985 wiedergründete. Dazu kommt das 35-jährige Jubiläum der Böllerschützen-Gruppe, die 1990 zusammenfand.

Damen regieren beim Zimmerstutzenverein

Gespannt warten die Schützinnen und Schützen im Rahmen der Schützenkirwa in Troschenreuth auf die Proklamation der Schützenkönige und Vereinsmeister. Den Jugendpokal gewann Maximilian Pleisteiner. Vereinsmeister der Schülerklasse (Lichtgewehr) wurde Frida Dettenhöfer. Jugend-Vereinsmeisterin darf sich nun Sophie Buchfelder. Bei den erwachsenen Schützen gewann Katharina Libor den Schützenpokal. Vereinsmeister der Senioren (aufgelegt) wurde Uwe Krüger. Meister der passiven Schützen darf sich Tobias Dettenhöfer nennen. In der Klasse der aktiven Schützen traf Jana Dettenhöfer am genauesten. Vereinsmeister der Pistolenschützen wurde Armin Schmidbauer. Insgesamt nahmen 59 Schützen an der Vereinsmeisterschaft teil, darunter 18 Schüler und Jugendliche. Geschossen wurde in den Disziplinen Lichtgewehr, Luftgewehr und Pistole.