Sanfte Balladen und hämmernde Bässe
Von Irish Folk bis Metal, von Oldie bis zu den neuesten Charts reichte die Bandbreite der Musikstile bei der fünften Auflage des Troschenreuther Kneipenfestivals. Mehrere hundert Musikliebhaber ließen sich auch nicht vom einsetzenden Regen abhalten, durch die Troschenreuther Kneipen und Vereinsheime zu bummeln.
Von Irish Folk bis Metal, von Oldie bis zu den neuesten Charts reichte die Bandbreite der Musikstile bei der fünften Auflage des Troschenreuther Kneipenfestivals. Mehrere hundert Musikliebhaber ließen sich auch nicht vom einsetzenden Regen abhalten, durch die Troschenreuther Kneipen und Vereinsheime zu bummeln.
Es scheint wie verhext, erneut setzte pünktlich zu Beginn des Troschenreuther Kneipenfestivals Regen ein. Doch die Kneipen und Vereinsheime füllten sich trotzdem rasch mit Musikfreunden. Die Troschenreuther hatten vorgesorgt, mit zwei Kleinbussen wurden die Gäste von Kneipe zu Kneipe transportiert. Auch der kostenlose Partybus aus Pegnitz wurde gut angenommen, er war bis zum letzten Platz besetzt. In fünf Gaststätten und Vereinsheimen gab es Livemusik unterschiedlicher Stilrichtungen.
Die "West Coast Company" mit Sängerin und Musikchefin des Kneipenfestivals Kerstin Vogel spielten diesmal im Sportheim des FC Troschenreuth. Ihr Markenzeichen ist der vierstimmige Gesang, mit denen sie selbst bekannten Liedern ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Mit "Play again sam" stellte sich eine junge Band im Feuerwehrhaus vor, die mit Keyboard, Gitarre und Cajon Box Lieder unterschiedler Stile aus den letzten drei Jahrzehnten, versehen mit eigenen Arrangements, auf die Bühne brachten. Die drei Jungs zogen das Publikum immer wieder in ihre Darbietungen ein, und die Gäste machten freudig mit.
Wuchtige Bässe und rauher Gitarrensound prägte die Musik von "ManShot" im Gasthaus Schwarzes Roß. Oldschool-Rock von Warren Zevon, Neil Young oder Rory Gallagher wechselten sich ab mit Rockballaden von Eric Clapton und Bruce Springsteen. Das Programm, abseits vom Mainstream, kam gut an und stellenweise war in der Gaststube kein Durchkommen mehr, so dicht drängten sich die Besucher.
Ganz anders dagegen "Attila & Friends" im benachbarten Schützenheim. Mit Ukulele, Gitarre, Fiddle und Kontrabass zogen die vier Musiker aus Augsburg das Publikum mit gefühlvollen Balladen, irische Tanzmusik und tiefgründigem Bluegrass in den Bann; unplugged, handwerklich perfekt und mit spürbarer Freude an der Musik. Sogar in solcher Konstellation eigentlich unspielbare Folkpunk-Stücke von Floggin' Molly und anderen bekamen bei "Attila & Friends" ein neues, sanfteres aber nicht minder gefühlvolles Gewand.
Den Abschluß bildeten "Gaja Returns" im Saal des Roten Ochsen. Das Quintett bot guten Cover-Rock zum Abtanzen bis in die Morgenstunden. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit erstaunlicher Musikvielfalt, die vom Publikum gut angenommen wurde und daher zu Recht einen festen Platz im Veranstaltungskalender bekommen sollte.

Umsonst und draußen - für einen guten Zweck

Sonne, Kirwa, Küchla
Bei bestem Kirchweihwetter feierte Troschenreuth seine Sommerkirwa. Die heißt so, weil sich Troschenreuth gleich zwei Kirchweihfeste leistet. Zum einen das Fest zur Kirchenweihe im Juli und das Patronatsfest des Heiligen St. Martin im Herbst. Normalerweise wird auch der Troschenreuther "Mehrzweckbaum" über mehrere Jahre hinweg als Maibaum und Kirwabaum benutzt, aber nach der im letzten Jahr neu aufgestellte Baum ein paar Defizite beim geraden Wuchs aufwies, entschieden sich die Verantwortlichen der Siedlergemeinschaft Rote Erde und der Kirwajugend, heuer nochmal einen neuen Baum aufzustellen. Dies erledigten rund 20 starke Männer mittels sogenannter Schwalben mit reiner Muskelkraft. Da der große Baum an seinem Standort aber nicht für das Austanzen geeignet ist, stellte die Kirwajugend schon traditionell einen zweiten, kleineren Baum auf. Dieser wurde dann auch gleich von den Kindern belagert, konnten sie doch daran hochklettern und sich eine der frischen Laugenbrezen, die von einem Kranz baumelten, holen.
